Praxisgemeinschaft Trilogis

Gesundheit verstehen - Therapie erleben

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie (VT) entwickelte sich Mitte des letzten Jahrhunderts aus der Lerntheorie. Erste gezielte, wissenschaftliche Beobachtungen über bestimmte Verhaltensweisen (sehr häufig Ängste und Sozialverhalten) legten den Schluss nahe, dass Lernvorgänge eine große Rolle bei der Entwicklung von günstigem oder problematischem Verhalten spielen. In den Folgejahr(zehnt)en kommen Ansätze aus der Kognitionspsychologie (die Lehre von den Denkprozessen) und der Emotionspsychologie (die Lehre von der Bedeutung der Gefühle) hinzu. Die kognitive VT versteht sich als sich ständig weiter entwickelnde Therapieform bzw. als Fundus von Therapiemethoden. Viele weitere therapeutische Ansätze wurden seitdem integriert. Wichtig ist den „Anhänger" der kognitiven VT, dass Therapiemethodik ideologiefrei sein muss (d.h. logisch erklärbar ohne übergeordneten Zusammenhang; man muss nicht an etwas bestimmtes glauben oder eine bestimmte weltanschauliche oder religiöse Annahme für wahr halten, bevor sich die Logik des Therapieverfahrens erschließt) und ihre Wirksamkeit soll wissenschaftlich nachweisbar sein.

Im Vergleich zu anderen bekannten Therapieverfahren wie der tiefenpsychologisch fundierten Therapie (TI) oder der Psychoanalyse (PA) entstand eine stärker zielgerichtete, sachlichere, manchmal direktivere Art der Therapie. Sie konzentriert sich mehr auf die Gegenwart und die hier auftauchenden Problemsituationen und schlägt dann im zweiten Schritt bei Bedarf eine Brücke zu vergangenen Erlebnissen in Kindheit o.ä.
Jedoch verschwimmen die Grenzen zur TI/PA, je nach Schwerpunkt und Fortbildungen des einzelnen Therapeuten.