Praxisgemeinschaft Trilogis

Gesundheit verstehen - Therapie erleben

Hypnotherapie

Die klinische Hypnose und Hypnotherapie geht zurück auf Milton H. Erickson, der in den 1970er Jahren in Amerika arbeitete und forschte.

Er führte das „Unbewußte[..] als […] Träger der Ressourcen eines Menschen" (B. Peter, 2010) in die Therapie ein. Er leitete seine Patienten an, sich in einen tiefen Entspannungszustand zu begeben (die sog. Trance) und versuchte die Patienten nun in Kontakt mit ihrem Unbewussten zu bringen. Dies erwies sich als sehr hilfreich bei Problembildern wie Schmerzen, traumatischen Erinnerungen, festgefahrenen Verhaltensweisen, die durch bloße Willensanstrengung nicht verändert werden können etc.
Die Hypnotherapie versucht, dem Menschen einen Zugang zu Bereichen seines Erlebens zu verschaffen, die er mit rein logischen, rationalen Mitteln nicht erreichen kann. Die Hypnotherapie hat zum Ziel, Ressourcen zu aktivieren, ungünstige Verarbeitungen (im Hirn angelegte, sog. neuronale Spuren) zu lösen und einen Weg zur Selbsthilfe zu finden. Der Therapeut ist lediglich Lehrer, nicht allwissender Guru.

Eine Form der „Selbsthypnose" ist das bekannte Autogene Training, bei dem eine ähnliche Tiefentspannung erreicht werden kann, die jedoch keine weiteren therapeutischen Ziele im Entspannungszustand verfolgt. Die Hypnotherapie geht daher noch einen Schritt weiter, vertieft die Entspannung zur sog. Trance und beginnt dann mit der eigentlichen therapeutischen Arbeit.

Mit der „Bühnenhypnose" wie sie im Fernsehen und in manchen Filmen dargestellt wird, hat die Hypnotherapie nichts gemein, da die Kontrolle über die Situation ständig beim Patienten liegt, der sich dem Therapeuten und seinen Worten nur so lange anvertraut, wie er dies möchte und sich wohl fühlt.

Weitere Informationen finden sie unter www.meg-stiftung.de